Amphibienlaichgebiet Schuppis, Goldach
Amphibienlaichgebiet Schuppis, Goldach
Das Naturschutzgebiet Schuppis in Goldach entstand aus einer stillgelegten Kiesgrube. Heute hat es als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung (IANB) einen hohen ökologischen Stellenwert. Wir haben an dieser Umgestaltung mitgewirkt.
Bereits seit 1999 steht das Amphibienlaichgebiet Schuppis in Goldach SG unter Schutz. Um den wertvollen Lebensraum langfristig zu bewahren, wurde nach rund 20 Jahren ein umfassendes Revitalisierungs- und Aufwertungsprojekt realisiert, an dem auch das Wälli-Team beteiligt war. Das Ziel bestand darin, vorhandene Laichgewässer gezielt zu optimieren und neue, spezifisch passende Kleingewässer anzulegen. Sie bieten stark gefährdeten Arten ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Fortpflanzung.
Konkret haben wir vier Gewässeranlagen mit Regulierwerk, zwei Feuchtstellen und drei Regulierwerke für die bestehenden Gewässer erstellt. Zudem haben wir drei bestehende Betontröge für Unken umplatziert einen neuen hinzugefügt. Ebenfalls neu sind zwei Bewirtschaftungszugänge sowie Lebensraumstrukturen aus Ästen, Steinen und Wurzelstöcken.
Dank der grossflächigen Vergrösserung von Feuchtzonen und der verbesserten Vernetzung mit den angrenzenden Gewässersystemen entlang der Goldach wird die biologische Vielfalt nachhaltig gestärkt und gefördert. Das Projekt trägt dazu bei, die bestehende Population von Fröschen, Unken und Molchen zu sichern und ideale Bedingungen zu schaffen, damit bereits verschwundene Arten wieder zurückkehren.
Projektdaten
Auftraggeber
Gemeinde Goldach
Zeitraum
2019
Leistungen
- Planung
- Bauleitung
Aspekte der Nachhaltigkeit
Umwelt
Die Umgestaltung des Schutzgebiets Schuppis bringt grossen Mehrwert für Fauna und Flora. Durch das geschaffene Mosaik aus Wasser- und Landstrukturen finden Amphibien optimale Bedingungen vor. Das Areal bietet Laichgewässer zur Fortpflanzung, Landflächen für die Nahrungssuche und frostfreie Verstecke zur Überwinterung. Das Schutzgebiet beherbergt acht Amphibienarten, darunter den Teichmolch, die Gelbbauchunke und den Laubfrosch.
Wirtschaft
Bei allen baulichen Massnahmen achteten wir darauf, dass keine Materialien aus dem Gebiet abgeführt werden mussten. Ganz im Sinne der Wiederverwertung führten wir zudem einen Versuch bei einer der Gewässeranlagen durch: Zur Abdichtung verwendeten wir statt Kautschukfolie stark entwässerte Rückstände von Bohrschlamm, Filterkuchen genannt. Der hochwertige, schadstofffreie und dauerhafte Werkstoff weist die gleichen Eigenschaften auf wie natürlicher Lehm. Die Abdichtungskapazität des verwendeten Filterkuchens werden wir fortlaufend prüfen.
Gesellschaft
Das Projekt vereint sensiblen Naturschutz mit sanfter Naherholung und durchdachter Lenkung von Besucherinnen und Besucher. Ein bestehender Fussweg verläuft direkt durch das Schutzgebiet. Um das Bewusstsein für die Biodiversität zu schärfen, haben wir an den Zugängen sowie im Bereich des Sitzplatzes modernisierte Informationstafeln installiert. Die Darstellungen vermitteln Wissenswertes über das nationale Schutzgebiet und bringen der Bevölkerung die ökologischen Zusammenhänge greifbar näher.

Bei der Aufwertung des Amphibienlaichgebiets Schuppis haben wir diese Nachhaltigkeitsziele berücksichtigt
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